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Neuer Mambas-Chef Eyk Ising setzt auf das Wir-Gefühl

MENDEN. Beim Mendener SC Mambas weht ein frischer Wind. Und dafür sorgt Eyk Ising, seit knapp zwei Wochen Vorsitzender des heimischen Skaterhockey-Klubs.

Der abendliche Treff in der Zöpnek-Halle ist günstig gewählt. Die erste Mannschaft des Mendener SC Mambas liegt mit ihrer Trainingsarbeit in den letzten Zügen und steht dabei unter besonderer Beobachtung – Eyk Ising, neuer erster Vorsitzender des heimischen Skaterhockey-Vereins, verfolgt das muntere Treiben mit sehr großem Interesse.

„Ich glaube, dass diese Truppe uns noch überraschen wird“, sagt der MSC-Chef und versprüht eine Zuversicht, wie man sie lange nicht mehr rund um das „Zöpidrom“ im Sümmeraner Industriegebiet Rombrock hat feststellen können.

Großes Vertrauen in die Erste
Das Wissen um die schweren, weil von durchweg weiten Auswärtstouren Richtung Bayern oder in den Schwarzwald geprägten Aufgaben in der zweiten Bundesliga Süd kann die Hoffnung auf erfolgreiche Auftritte nicht trüben. „Lasst die Jungs doch erst einmal spielen – da steckt viel mehr drin, als viele glauben“, ist der Präsident mit Blick auf den Heimstart am kommenden Samstag gegen den ERC Ingolstadt (19.30 Uhr) guter Dinge, dass vielleicht schon jetzt die ersten Punkte auf das Konto der Mambas-Ersten verbucht werden können.

Sollte ein Auftakt nach Maß tatsächlich gelingen, wäre es der Abschluss eines langen Heimspieltags, der mit Lokalderbys von Bambinis (11.30 Uhr) und Schülern II (13.15 Uhr) gegen den Nachbarn Samurai Iserlohn beginnt. Um 15.15 Uhr starten die Herren II mit der Partie gegen den HTC Hemer Dragons die Jagd nach Landesliga-Punkten, um am Sonntag erneut antreten zu müssen – dann gegen Iserlohns Dritte (12.30 Uhr). Bevor aber die Mambas-Erste gegen Ingolstadt auf den Plan tritt, möchten die Junioren gegen die Bockumer Bulldogs (17.15 Uhr) noch Werbung in eigener Sache betreiben.

Langer Heimspiel-Samstag
Für Eyk Ising wird es also ein langer Samstag. „Ich freue mich darauf und bin gespannt, wie sich unsere Mannschaften präsentieren.“ Natürlich würde er sich über möglichst viele Erfolge für seinen Verein freuen, dessen Führung er vor knapp zwei Wochen mit Andreas Kerntke als ebenfalls neu gewähltem MSC-Vize übernommen hat (WP berichtete) und damit jene Lücken füllt, die im Sommer nach den Rücktritten der Vorgänger Michael Mikus und Marc Neumann entstanden waren – der Verein wurde seitdem von Schatzmeisterin Meike Zöpnek als einzig verbliebenes Vorstandsmitglied geführt.

Engagement als Spielervater
„Ich bin seit vier Jahren in diesen Verein verliebt“, sagt Eyk Ising. Er erzählt, dass er als Spielervater aktiv ist und dass ihm auch deshalb sehr viel an einem gesunden Vereinsleben legen sei. So fühlt sich Sohn Julius bei den Mambas pudelwohl, ist inzwischen von den Bambinis zu den Schülern aufgerückt. Dessen Bruder Max hält es allerdinsg eher mit Feldhockey und steht beim TuS Iserlohn zwischen den Pfosten.

Die Verbindung zum MSC kam durch die Grundschule auf der Emst in Iserlohn-Dröschede zustande. Meike Zöpnek ist dort Lehrerin und hatte Eyk Ising einst gefragt, ob er sich bei den Mambas ein ähnliches Engagement wie an ihrer Schule vorstellen könne. Ising ist Vorsitzender des dortigen Fördervereins – und kennt sich daher aus, wenn es darum geht, Sponsorengelder zu besorgen.

Besser Bedingungen schaffen
„Ähnliches möchte ich nun bei den Mambas aufbauen. Ich habe die Not gesehen, der MSC braucht Geld, viel Geld.“ Ising sagt das nicht ohne konkrete Vorstellungen und macht deutlich, dass gerade die Arbeit im Jugendbereich immens wichtig sei. „Hier gibt es viele junge Talente mit Potenzial. Um die zu fördern und weiter zu entwickeln, sind Leute im Hintergrund wichtig, die mit anpacken und mithelfen“, so Ising. Er redet von „guten Trainingsmöglichkeiten“, er fordert „gute Trainer und für diese eine gute Ausbildung“, und er weiß, dass das nicht ohne Sponsorengelder gelingen kann. Ihm liegt aber vor allen Dingen der familiäre Charakter am Herzen – der Nährboden für gesunde Strukturen gerade beim Nachwuchs. „Das ist unser großer Schatz. Deshalb müssen wir breiter aufgestellt sein und die Arbeit auf viele Schultern verteilen – mit dem Ziel, dass die Leute vom Herzen Mambas sind – und dieses Wir-Gefühl erleben.“

Zusammenhalt ist Trumpf
Dieses Gefühl habe die erste Herren-Mannschaft bereits verinnerlichen können. „Viele Leistungsträger haben den Verein verlassen. Von der alten Truppe sind nur sechs Leute übrig geblieben, hinzu kommen Spieler aus unserer Zweiten“, blickt Ising auf die personelle Ausstattung der Truppe von Trainer Oliver Cooke. „Diese Jungs sind in den vergangenen Wochen jedoch noch mehr zusammengewachsen, als es vorher der Fall war.“

Eyk Ising ist daher fest davon überzeugt, dass dieser Zusammenhalt die Basis ist, um in der Südgruppe der zweiten Bundesliga mit überraschenden Resultaten aufwarten zu können – vielleicht gelingt das schon zum Saisonstart am Samstagabend gegen Ingolstadt.

Quelle: DerWesten.de