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Cooke über den Zweitliga-Süden: Extrem schwer, extrem teuer

Menden. Der MSC Mambas steht vor einer absolut schweren Saison: In der zweiten Bundesliga Süd warten fast ausschließlich weite Fahrten zu Auswärtsspielen.

Beim Mendener SC Mambas ist alles auf Null gestellt – zumindest mit Blick auf die erste Herren-Mannschaft. Die wird in der Saison 2017 zwar wieder in der zweiten Skaterhockey-Bundesliga an den Start gehen. Allerdings unter völlig veränderten Voraussetzungen.

Der Schock der Einteilung in die Südgruppe ist verdaut. Auch die gescheiterten Versuche, den Verbleib im eigentlich angestammten Norden doch noch hinbekommen zu können, sind abgehakt. „Wir hatten eh keine Chance, wieder in unsere Gruppe zu kommen“, sagt der künftige Trainer Oliver Cooke und berichtet von Fakten, die bei der Ligentagung am Sonntag in Leverkusen nicht mehr verändert werden konnten. „Dass wir in den Süden gesteckt wurden, war bereits wie in Stein gemeißelt – daran gab es kein Rütteln“, so Cooke. Wie berichtet, spielen im Norden mit Ausnahme der Berliner Vereine Buffalos und Spreewölfe ausschließlich Westvereine.

Zwar deutete sich im Vorfeld jener Zusammenkunft an, dass die Düsseldorf Rams wohl ihren Platz im Norden im Zuge einer Umgruppierung hätten räumen wollen. Aber diese Möglichkeit gab es dann doch nicht. „Deshalb müssen wir das halt so annehmen, auch wenn’s für uns angesichts der unverhältnismäßig weiten Fahrten zu Auswärtsspielen auch in finanzieller Hinsicht richtig heftig wird“, macht Cooke deutlich, dass die Mambas insgesamt rund 6800 Kilometer bewältigen müssen. „Das alles ist für uns extrem schwierig und extrem teuer.“

Doppelspieltage
Um die immensen Reisekosten einigermaßen in den Griff zu bekommen, konnte sich Oliver Cooke am Rande der Tagung in Leverkusen aber bereits mit vielen seiner Trainerkollegen auf Doppelspieltage verständigen. „Es macht ja Sinn, zum Beispiel samstags in Freiburg und sonntags im benachbarten Merdingen anzutreten“, zeigt Coo-ke auf, dass mit dem TSV Schwabmünchen (Augsburg) und ERC Ingolstadt ähnliche Spielkonstellationen möglich seien. „Die meisten Leute kenne ich ja noch von Trainerlehrgängen. Sowohl mit passenden Terminen wie auch mit Übernachtungsmöglichkeiten könnte es klappen – da kommt man uns gern entgegen“, so Cooke.

Bisheriges Team fällt auseinander
Der Mambas-Coach hat sich derweil auch mit der Tatsache angefreundet, dass von der Mendener Zweitliga-Mannschaft aus der gerade abgeschlossenen Saison nur eine Handvoll Spieler übrig bleibt. Der Großteil – zum Beispiel Kapitän Dennis Breker, Patrick Schnieder, Felix Neuendorf, Junioren-Europameister Lucas Kleinschmidt, Torwart Robert Engelmann und auch der bereits als Rückkehrer vermeldete Kevin Käding – wird Trainer Toni Fonso zum Erstligisten Highlander Lüdenscheid folgen. Zudem zieht es einige Cracks wie Phillip Burns, Marcel Döscher oder Florian Herms zum Nachbarn Samurai Iserlohn.

Spieler aus der Zweiten rücken auf
Neben den verbleibenden Louis Guntermann, Jan Geske, Patrick Braun, René Garbsch, Patrick Kuhn, Jan Verborg sowie Patrick und Niko Bongard werden Akteure aus der MSC-Zweiten das Team auffüllen. „Ich denke, dass wir trotz allem eine ordentliche Saison spielen werden“, sieht Oliver Cooke die Mambas keineswegs chancenlos. Zumal Spieler wie Marco Löwenstein, Hendrik Daniel oder Kevin Koch bereits in der Play-down-Runde zum Einsatz kamen und gute Leistungen zeigen konnten.

Quelle:DerWesten.de – Eberhard Tripp