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Mambas sagen „nein“ zu Fusion mit Lüdenscheid

Menden. Der Mendener SC Mambas wird nun doch nicht mit Erstligist Highlander Lüdenscheid zusammengehen. Der Verein erteilte der geplanten Fusion eine Absage.

Die Würfel sind gefallen! Die angestrebte Fusion mit Skaterhockey-Erstligist Highlander Lüdenscheid ist vom Tisch, der Mendener SC Mambas wird in bekannter Form weitermachen. Dies wurde im Rahmen einer Sitzung des erweiterten MSC-Vorstands beschlossen.

„Dass wir einen Zusammenschluss nicht weiter verfolgen werden, ist auf jeden Fall aber eine Entscheidung des Herzens“, sagte Meike Zöpnek – die Schatzmeisterin und Schriftführer Alexander Buß sind nach den Rücktritten der Vorsitzenden Michael Mikus und Marc Neumann die einzig verbliebenen Vorstandsmitglieder. „Wir haben Für und Wider einer Fusion besprochen und abgewägt. Und wir sind zu dem Entschluss gekommen, diesen für den Verein in seiner Gesamtheit gravierenden Schritt nicht zu gehen.“

Meike Zöpnek berichtete in diesem Zusammenhang von einer Beratung durch eine Expertin des Landessportbundes im Vorfeld. Die bekam bei dieser Gelegenheit auch Einblick in die unterschriftsreifen Verträge. „Es gab darin einige Passagen, die aus unserer Sicht mit der Saisonplanung vielleicht nicht vereinbar sind und wodurch einige Dinge ins Auge hätten gehen können – und dafür, dass da etwas schief gehen könnte, war uns das Risiko zu hoch“, so Meike Zöpnek.

Der Zusammenschluss mit den Highlandern, die ja als eigene Abteilung dem Lüdenscheider TV angeschlossen sind, hätte das Verschwinden der Mambas bedeutet. Denn die hätten als Verein mit allen Mannschaften dem LTV beitreten müssen. Die Möglichkeit, künftig wieder Erstliga-Hockey präsentieren zu können, sei sportlich sicherlich verlockend gewesen. „Aber viele unserer Mitglieder wollen das offenbar nicht – die für eine Fusion erforderliche Mehrheit von 75 Prozent wäre nicht zustande gekommen“, berichtete Meike Zöpnek.

Die Sorge um den Fortbestand funktionierender Strukturen gerade im Nachwuchsbereich war offensichtlich ein weiterer Grund, bewährte Pfade nicht zu verlassen. „Wir sind nach wie vor ein gesunder Verein“, zeichnete Meike Zöpnek auf, dass die Mambas voraussichtlich mit allen Teams in die Saison 2017 gehen werden. „Wir melden unsere Senioren wieder für die zweite Liga und die Landesliga. Bei den Damen ist aufgrund offener Fragen zur künftigen Teamstärke noch nicht klar, ob wir in der ersten oder zweiten Bundesliga spielen“, verwies Meike Zöpnek auf den Verbandstag am 20. November in Leverkusen. „Bis dahin haben wir Zeit, ein Damenteam zusammen zu stellen.“

Cooke löst Trainer Fonso ab
Derweil steht fest, dass Toni Fonso als Trainer der Zweitliga-Mannschaft aufhört. „Das wird dann Oliver Cooke übernehmen“, sieht Meike Zöpnek die Erste beim bisherigen Coach der MSC-Zweiten in guten Händen. Dass wohl einige Akteure die Mambas verlassen werden, müsse man halt hinnehmen. „Aber wir haben immer noch genügend Leute, um mit zwei spielfähigen Teams an den Start gehen zu können.“

Quelle:DerWesten.de – Eberhard Tripp