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Erstliga-Hockey mit Highlander Lüdenscheid?

Menden. Der Mendener SC Mambas strebt eine Fusion mit Highlander Lüdenscheid an. Ob es aber dazu kommt, müssen nun die Mitglieder des MSC entscheiden.

Das Tagesgeschäft mit den letzten Saisonspielen der Zweitliga-Mannschaft ist die eine Sache, der Blick des Mendener SC Mambas in eine sehr ungewisse Zukunft eine ganz andere. Denn aktuell weiß beim Skaterhockey-Klub niemand so recht, wie es weitergehen wird.

So ist ein möglicher Zusammenschluss mit dem Erstligisten Highlander Lüdenscheid ein heiß diskutiertes Thema. „Im Grunde sind sich die Verantwortlichen beider Vereine einig, diesen Schritt zu gehen und gemeinsame Sache machen zu wollen“, sagt Alexander Buß, Gründungsmitglied und sportlicher Leiter der Mambas.

„Aber letztlich haben die Mitglieder das Wort. Die müssen entscheiden, ob sie eine Fusion mit den Lüdenscheidern überhaupt wollen“, so Buß. Der Mendener berichtet von einem gut besuchten Mitgliedertreff am Donnerstagabend in der Zöpnek-Halle in Sümmern, in dessen Rahmen auch die Beweggründe für ein Zusammengehen eingehend besprochen wurden.

„Natürlich gab es Zweifler, die ihre Bedenken deutlich haben anklingen lassen. Aber es gab eigentlich niemanden, der komplett dagegen war“, schildert Buß in groben Zügen das Ergebnis. „Konkrete Beschlüsse wurden nicht gefasst, das wird in einer noch zu terminierenden Versammlung geschehen müssen – dabei geht es ausschließlich um die Fusion, und dafür bedarf es einer Mehrheit von 75 Prozent der dann anwesenden Mitglieder.“

Bei einem Zusammenschluss mit den Highlandern würden die Mambas allerdings als Verein von der Bildfläche verschwinden und sich als Unterabteilung dem Kreisnachbarn anschließen. „Wir wären dann offiziell Lüdenscheider. Das hätte aber den Vorteil, dass einige unserer Akteure künftig in der ersten Bundesliga spielen können“, zeigt Buß einen positiven Aspekt auf.

Spiele auch in der Zöpnek-Halle
Auf der anderen Seite würden die „Schotten“, die aktuell nur eine Seniorenmannschaft haben und mangels Nachwuchsarbeit stets Verbandsabgaben leisten müssen, vom Zuwachs aus Menden profitieren. „Angedacht ist ein Verhältnis von 50:50, es sollen aber zumindest vier bis fünf unserer Leute in der ersten Liga spielen“, so Buß. Spielorte wären die Sporthalle des Lüdenscheider Bergstadt-Gymnasiums und das Zöpidrom in Sümmern.

Ein weiteres Denkmodell ist, dass nur die Seniorenabteilung wechselt und dass der Nachwuchs weiterhin unter Fahne des MSC Mambas an den Start gehen wird. „Auch das haben wir diskutiert – dann würde es unseren Verein zumindest auf dieser Ebene noch geben“, so Buß, der seit dem vor einigen Wochen erfolgten Rücktritt von Präsident Michael Mikus aus „persönlichen und beruflichen Gründen“ die MSC-Geschicke mit den verbliebenen Vorstandsmitgliedern Marc Neumann (zweiter Vorsitzender) und Meike Zöpnek (Schatzmeisterin) leitet.

Wie gesagt: Bei den Mambas ist einiges in Bewegung geraten. Wie und ob es bei beim heimischen Skaterhockey-Klub weitergeht, darüber werden nun die Mitglieder entscheiden müssen.

Quelle:DerWesten.de – Eberhard Tripp