gluecksgefuehle

Glücksgefühle im fernen Kroatien für junge Europameister

Menden. Die deutschen Skaterhockey-Junioren gewannen bei der EM in Kroatien zum 13. Mal den Titel. Zum Erfolgsteam gehörte auch Lucas Kleinschmidt vom MSC Mambas.

Die Stimmen klangen recht lädiert, aber die Köpfe waren schon wieder klar. Die deutschen Skaterhockey-Junioren hatten es am Sonntagabend nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2016 ordentlich krachen lassen. Und sie machten bei ihrem Triumphzug durch das kroatische Kastav die Nacht zum Tage.

„Wir sind um die Häuser gezogen – das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Bundestrainer Carsten Lang. Der Mendener berichtete von einem ausgedehnten Discobesuch. Und er erzählte, wie er und seine Schützlinge den nunmehr 13. Titelgewinn gefeiert hatten. „Da blieb kein Auge trocken“, meinte Lang nur kurz – um sich dann doch noch zu einer ersten Turnieranalyse hinreißen zu lassen.

Viel Lob für Rookie aus Menden
„Eigentlich sollte ich das alles erst mal in Ruhe sacken lassen“, meinte Lang. Denn das, was er und sein Trainerkollege Stephan Weichelt (Duisburg) zwei Tage lang erleben durften, war Skaterhockey mit viel Herz, Kampfgeist und Leidenschaft. „Die Jungs waren stets gut eingestellt – und haben absolut starke gespielt“, vergaß Lang nicht, Auswahl-Neuling Lucas Kleinschmidt zu erwähnen. „Als Rookie hat er einen guten Job gemacht.“

Das 17-jährige Talent des Zweitligisten Mendener SC Mambas rechtfertigte die Nominierung in der Tat mit durchweg starken Leistungen. „Aber das gilt für Jeden, der dabei war“, so Lang, der nach Möglichkeit alle Akteure zum Einssatz brachte – einzig im Finale gegen Titelverteidiger Schweiz (8:5) setzte das Trainerduo auf Special Teams.

Lucas Kleinschmidt bildete eine Formation mit den Ahausern Jonas Cremers und Lars Schellenhoff sowie Tufan Salfeld aus Lüneburg. Auch diese „blaue Reihe“ leistete wertvolle Beträge zum Gelingen des „Unternehmens EM-Gold“. Dass Kleinschmidt dabei zu Scorerpunkten kam, als er beim 12:0 im Eröffnungsspiel gegen die Gastgeber das 3:0 erzielte und beim 14:0 gegen Großbritannien das 11:0 vorbereitete, freute Lang besonders. „Es war richtig, auch Lucas mitzunehmen“, sagte er.

Einzig gegen Österreich (7:1) lief es für das deutsche Team nicht ganz rund. „Da hatten wir einen kleinen Hänger“, so Lang, dessen Team dann auch das erste Kräftemessen mit den Schweizern gewinnen konnte (5:3). Es folgten am Sonntag das Halbfinale gegen die Briten (18:4) und eben das alles überstrahlende 8:5 im Endspiel gegen die Schweiz.

Siegsfeier im nächtlichen Kastav
„Wir wollten uns den Titel zurückholen, und das haben wir geschafft – es einfach nur schön“, meinte Lang mit hörbar angeschlagener Stimme. Wie gesagt: Es waren freudige Stunden im nächtlichten Kastav – und die hatten sich die jungen Skaterhockey-Helden um Lucas Kleinschmidt redlich verdient.

Quelle:DerWesten.de – Eberhard Tripp