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Mambas-Problem mit dem direkten Vergleich

Menden. Diese Mannschaft macht den Verantwortlichen des Mendener SC Mambas dieser Tage besonders große Freude. Die zweite Herrenmannschaft schickt sich an, die Rückkehr in die Skaterhockey-Regionalliga zu schaffen.

„Das ist unser Ziel, vielleicht können wir zum Ende der laufenden Saison ja wirklich die Korken knallen lassen“, sagt Trainer Oliver Cooke in der Hoffnung, dass seine Mannschaft dann immer noch auf Platz eins der Landesliga Westfalen steht.

„Allerdings gibt es da ein kleines, aber absolut schwerwiegendes Problem – nur der Erste steigt auf“, macht der MSC-Coach die Lage in dieser spannenden Spielklasse deutlich. Denn aus eigener Kraft können die Mambas den Sonnenplatz nicht halten. Verfolger Brakel Blitz sitzt dem heimischen Primus im Nacken und hat zudem den Vorteil des besseren direkten Vergleichs – Menden verlor in Brakel mit 8:9, das Rückspiel in Sümmern bescherte jedoch lediglich ein 6:5 nach Penaltyschießen, für das es nur zwei anstatt der sonst bei Siegen üblichen Punkte gab.
Zum Erfolg verdammt

Die Mambas-Zweite ist somit zum Erfolg verdammt, darf sich in den drei noch ausstehenden Saisonspielen keine Blöße geben. Außerdem muss man auf einen Ausrutscher der Brakeler hoffen, die sogar noch fünf Partien bestreiten. „Wir sind auf fremde Hilfe angewiesen.“

Dass die Mendener reif sind für den angepeilten Aufstieg, konnten sie im zurückliegenden Heimspiel gegen den Kreisrivalen Sauerland Steel Bulls Lüdenscheid II deutlich aufzeigen. Mit 11:5 (3:3, 5:2, 3:0) setzten sich die Mambas durch. „Dabei war nur das erste Drittel recht holprig, aber dann haben wir immer besser ins Spiel gefunden“, lobt Cooke seine Truppe, die in diesem kampfbetonen Derby mit zunehmender Dauer ihre konditionellen Vorteile ausspielen konnte.
Mannschaft rückt in den Fokus

„Die Jungs machen einen richtig guten Job“, sagt der sportliche Leiter Alexander Buß über die MSC-Zweite. Die steht zwar im Schatten der in der zweiten Bundesliga Nord nach nunmehr sechs Niederlagen in Serie arg durchhängenden Ersten, ist aber durch konstant gute Auftritte zunehmend in den Fokus gerückt. Buß selbst ist für diese Mannschaft gemeldet, und der Routinier musste gegen Lüdenscheid mal wieder das Tor hüten. Somit konnte er sich quasi von seinem Logenplatz aus von den Qualitäten der Mambas überzeugen. „Die wollen angreifen, die spielen richtig gut – es macht Spaß, diesen Jungs zuzuschauen.“

MSC Mambas II: Buß, Gerd Guntermann; Rütting (1), Schenkel (1), Nico Bongard (5). Daniel (2), Löwenstein (1), Meisterjahn (1), Neveling, Sadowski, Schmidt, Schreiber. – Strafminuten: Menden 12, Lüdenscheid 16 plus 5.

Quelle: DerWesten.de – Eberhard Tripp