Mendener-SC-Mambas-5

Kurz vor dem Ziel geht die Kraft aus

Menden/Hannover. Am Ende fehlte schlicht und ergreifend die Kraft. Die Skaterhockey-Damen des Mendener SC Mambas mussten am Samstag den Traum vom erneuten Gewinn des ISHD-Pokals begraben. Nach dem Triumph im vergangenen Jahr reichte es diesmal nur zu Platz zwei beim Vorrundenturnier in Hannover-Wedemark

.„Wir waren ganz nah dran“, sagte Meike Zöpnek. Die Topscorerin und Teamsprecherin des heimischen Erstligisten war ob des Ausscheidens gar nicht einmal so traurig. „Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir dürfen auch ein wenig stolz auf uns sein“, ließ die Griesenbrauckerin eine Veranstaltung Revue passieren, bei der die mit nur kleiner Besetzung angereisten Mambas mit sehr guten Leistungen überraschen konnten.

„Dass wir sogar das Turnierfinale erreichen würden, war angesichts unseres Minikaders nun wirklich nicht zu erwarten.“ In der Tat erwischten die Mambas einen optimalen Start und qualifizierten sich mit einem knappen, aber verdienten 1:0-Sieg gegen den stark aufspielenden Zweitligisten Crefelder SC bereits für das Halbfinale. Dabei konnte Meike Zöpnek einmal mehr Torjägerqualität beweisen, als sie die orange Kugel auf das gegnerische Gehäuse knallte – dieser Schuss wurde jedoch von einer Krefelderin unhaltbar abgefälscht.

Im Halbfinale ging es dann gegen die Düsseldorf Rams. „Und gegen den konnten wir unseren guten Lauf fortsetzen“, freute sich Meike Zöpnek nicht nur über einen starken Auftritt ihres kleinen Teams. Dass zudem ein 7:2-Sieg gelang, sorgte im Mendener Lager zusätzlich für allerbeste Laune.
Starke Spreewölfe aus Berlin

Der ewige Rivale vom Rhein, mit dem sich die Mambas erst vor Wochenfrist beim Europapokal im dänischen Gentöfte auseinander setzen mussten, hatte sich zuvor gegen die gastgebenden Bissendorfer Panther mit 5:3 durchgesetzt. Im dritten Spiel der Einstiegsrunde wurde Erstligist Spreewölfe Berlin beim 8:0 gegen die klassentieferen Blitze aus Brakel seiner Favoritenrolle gerecht. In der Zwischenrunde, die so genannte Looser-Runde, schaffte Crefeld den Sprung ins Halbfinale, scheiterte dann aber an Berlin (3:4).

Somit kam es zur Neuauflage des Vorjahresendspiels zwischen den Mambas und den Spreewölfen – damals, beim ISHD-Pokal-Finaltag in Niddatal-Assenheim, feierten die Mendenerinnen einen 7:4-Sieg nach Verlängerung. Diesmal jedoch mussten sie sich gegen stark besetzte Berliner mit 1:4 geschlagen geben. „Da fehlte einfach die Kraft, wir waren platt und konnten gegen diese eingespielte Truppe letztlich nicht mithalten“, sagte Meike Zöpnek. „Aber wir hatten durchaus Chancen auf ein knapperes Ergebnis“, zählte die Führungsspielerin auf, dass man drei Latten- und Pfostentreffer hatte.

Die Düsseldorf Rams belegten am Ende der Vorrundengruppe B den dritten Platz (6:2 gegen den Crefelder SC). Berlin indes trifft nun am Samstag, 24. September, beim örtlich noch nicht vergebenen ISHD-Pokal-Finaltag auf die Langenfeld Devils – der Erstligist setzte sich am Samstag im Endspiel der Gruppe A gegen Ausrichter Dragons Heilbronn mit 3:2 nach Penaltyschießen durch.

MSC Mambas: Phyllis Weiß, Surke (Feldspielerin gegen Düsseldorf und Berlin); Zöpnek, Virginia Weiß, Schmuck, Marie-Sophia Weiß, Geschwind, Schwarz, Schlüter.

Quelle: DerWesten.de – Eberhard Tripp