Rollhockey-in-der-Zoepnek-Halle-Mendener

Kleines Mambas Team bestreitet fast unmögliche Mission

Menden. Die Skaterhockey-Damen des Mendener SC Mambas sitzen sozusagen auf gepackten Koffern. Eine Woche nach dem Europapokal im dänischen Gentöfte steht an diesem Samstag wieder eine Reise gen Norden auf dem Terminplan. Diesmal jedoch sind sie weitaus schneller am Ziel – es gilt, in Hannover-Wedemark die Pflicht des ISHD-Pokals zu erfüllen.

„Wir fahren dahin, machen uns aber keine großen Hoffnungen“, sagt Meike Zöpnek. Die Topscorerin und Teamsprecherin berichtet, dass man im Gegensatz zum Europapokal, als man mit gut bestücktem Aufgebot antreten konnte, arge Abstriche machen müsse. „Wir haben sieben Spieler und zwei Torhüter, mehr sind es leider nicht“, berichtet die Griesenbrauckerin von Engpässen, die Verletzungen sowie beruflichen und privaten Verpflichtungen geschuldet sind – und diese Pokaltour zu einer eigentlich unmöglichen Mission machen.
Hohe konditionelle Belastung

„Hinzu kommt die hohe konditionelle Belastung – mit so wenig Leuten stößt man auch angesichts der langen Spielzeiten schnell an seine Grenzen“, sorgt sich Meike Zöpnek vor allen Dingen darum, dass vielleicht die Kraft nicht reichen könnte – um bei diesem Turnier Platz eins zu belegen und das (noch nicht terminierte und örtlich festgelegte) Endspiel gegen den Sieger der Gruppe A, die parallel in Heilbronn ausgetragen wird, zu erreichen. „Andererseits weiß man nie, wie es läuft – vielleicht kann unsere kleine Truppe ja überraschen.“

Zumindest der Einstieg in das von Zweitligist Bissendorfer Panther ausgerichtete Turnier gegen den Crefelder SC (11 Uhr) gehört in die Kategorie „machbar“. Bei einem Sieg winkt in Runde zwei (Halbfinale) ein Duell mit den Düsseldorf Rams, die zuvor als Favoriten den Auftakt gegen die Gastgeber bestreiten.
Bei Fehlstart in der Verliererrunde

Sollte Menden jedoch gegen die Krefelder verlieren, geht es für sie in der Lucky-Looser-Runde weiter. Dort trifft man auch auf den Verlierer des Duells zwischen Zweitligist Brakel Blitz und Erstligist Spreewölfe Berlin. Der Erste dieser Zwischenrunde schafft den Sprung in die zweite Runde, in der dann die Teilnehmer am Spiel um Platz drei (17.15 Uhr) sowie die beiden Finalisten (18 Uhr) ermittelt werden.

Ob die Mambas überhaupt so weit kommen oder sich bereits nach der Lucky-Looser-Runde verabschieden müssen, das kann Meike Zöpnek nicht einschätzen – auch weil ihre Mannschaft ja so „unterirdisch schwach“ besetzt ist.

Die Mambas-Damen bestreitet die heutige Pokialvorrunde in Hannover-Wedemark mit folgenden Team: Phyllis Weiß, Surke; Virginia Weiß, Schmuck, Geschwind, Schwarz, Marie-Sophia Weiß, Schlüter, Zöpnek.

Die andere Vorrundengruppe: Gastgeber Dragons Heilbronn, Bochum Lakers sowie die Erstligisten Langenfeld Devils, Bockumer Bulldogs und Crash Eagles Kaarst.

Quelle: DerWesten.de – Eberhard Tripp