Mendener-SC-Mambas-11

Starker Auftritt beim Europapokal mit großem Lerneffekt

Menden. Meike Zöpnek hatte gestern einen freien Tag. Somit konnte die Topscorerin des Mendener SC Mambas in aller Ruhe ausspannen und sich von den Strapazen eines langen Skaterhockey-Wochenendes erholen. Wie berichtet, belegte sie mit den MSC-Damen beim Europapokal im dänischen Gentöfte den sechsten Platz – ein Ergebnis, das den Erwartungen nicht unbedingt gerecht werden konnte.

„Na ja“, sagte Meike Zöpnek, „wir hätten sicherlich besser abschneiden können.“ Die Griesenbrauckerin dachte dabei speziell an jene Turnierspiele, in denen die Mambas eine bessere Platzierung verpasst hatten.
Unglückliches 0:1 gegen Gentöfte

So fehlte nach einer guten Vorrunde mit Spielen gegen Cupverteidiger Red Dragons Altenberg aus Österreich (0:1), den Bundesliga-Rivalen Düsseldorf Rams (1:1) und gegen die Courroux Wolfies (Schweiz/4:1) sowie zum Auftakt der Zwischenrunde gegen die Langenfeld Devils (1:0) auch das nötige Glück. „Wenn wir am Abend zudem gegen die Gentöfte Ravens gewonnen hätten, wären wir sicher im Halbfinale gewesen“, ärgerte sich Meike Zöpnek über das 0:1 gegen den späteren Turniersieger.

Somit musste Menden am Sonntag sogleich gegen Düsseldorf ran – und vergab mit dem 1:2 (nach 0:2-Rückstand) die letzte Chance auf das Erreichen der Runde der letzten Vier. „Schade, leider meinten es da die Schiedsrichter nicht gut mit uns“, haderte die 33-Jährige besonders mit zweifelhaften Zeitstrafen, die Düsseldorf entscheidend in Vorteil brachten – bei der anschließenden Aufholjagd war jedoch nur Anna Faber erfolgreich.
„Nette Truppe mit netten Mädels“

„Wir müssen das abhaken und die positiven Dinge aus dem Turnier ziehen – und davon gab es eine ganze Menge“, berichtete Meike Zöp-nek zum Beispiel von einem absolut intakten Mannschaftsgeist. „Es war einfach toll, wie sich unser Team in Gentöfte präsentiert hat. Eine nette Truppe mit netten Mädels – das hat mir große Freude bereitet“, lobte die routinierte Akteurin ihre Teamkameradinnen, die zudem auch in sportlicher Hinsicht überzeugen konnten. „Das waren fast ausschließlich gute Spiele, und eigentlich ging keines deutlich verloren“, so Meike Zöp-nek. Das Spiel um Platz fünf gegen Schweiz-Vertreter SHC La Baro-che (2:6) nahm sie bei ihrem Fazit ausdrücklich heraus.

„Da war die Luft einfach ‘raus, die Mädels waren platt“, sagte der als Coach mitgereiste Oliver Coo-ke – der Trainer der Mambas-Junioren und zweiten Herren-Mannschaft, die in der Landesliga Westfalen vor dem Titelgewinn steht, hatte in Gentöfte ebenfalls viel Freude am den Auftritten der jungen Mambas. „Der Europapokal war eine tolle Erfahrung – für unsere Mädels und auch für mich.“
Wertvolle Erfahrungen

Meike Zöpnek indes wertet das Wochenende als „eine weitere Gelegenheit für unsere junge Mannschaft, Erfahrungen zu sammeln“. Man müsse halt jedes Spiel mitnehmen und daraus lernen. Und zumindest diesen Effekt hat der Europapokal 2016 allemal beschert.

Quelle: DerWesten.de